4. Oktober 2017, 18-22 Uhr, Ort: Budde-Haus, Lützowstraße 19, 04157 Leipzig

Eine öffentliche Diskussionsveranstaltung, die sich den Herausforderungen von kultureller Vielfalt im Stadtteil widmet. Bürgerinnen und Bürger sind herzlich dazu eingeladen, mit Vertreter_Innen aus Wissenschaft und Politik zu diskutieren.

Der Eintritt ist frei.

Programm

18.00 – 18.05 Uhr
Begrüßung und Eröffnung (Peter Niemann, Initiative Weltoffenes Gohlis)

18.05 – 18.45 Uhr

Vortrag: „Diversität am Wohnort – eine Chance für die Stärkung demokratischer Kultur(en)“
Marlene Schultz (Leipzig, Courage – Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit e.V.)

18.45 – 19:30 Uhr

Vortrag: „Wenn man nicht nur wegen eines Merkmals diskriminiert – Herausforderungen der Intersektionalität“
(Dr. Jolanda van der Noll, Fernuni Hagen)

19.30 – 20.15 Uhr
Abendimbiss
20.15 – 21.00 Uhr

Vortrag: „Gemeinsam aktiv werden mit Flüchtlingen in der Stadt: Ein soziologischer Erfahrungsbericht“
(PD Dr. Eva Kalny, Universität Hannover)

ab 21.00 Uhr

Podiumsdiskussion zum Thema: „Leben im kulturell diversen Stadtteil: Wie soll das gehen?“ 
(mit Marlene Schultz, Eva Kalny, Georg Teichert u.a.)

Moderation: Dr. Alexander Yendell (Universität Leipzig)

Zuwanderung bedingt ein sich stetig erweiterndes Spektrum an kultureller wie religiöser Vielfalt und stellt so das soziale Leben in unserer Stadt vor immer neue Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund scheint die Gesellschaft polarisiert: Auf der einen Seite melden sich jene zu Wort, die kulturelle Diversität als Bereicherung ansehen und sich mitunter auch für eine offenere und tolerantere Gesellschaft einsetzen. Andere wiederum sind verunsichert oder sehen gar die eigene Kultur, Werte und Traditionen durch eine wahrgenommene kulturell-religiöse Unterwanderung und Terrorismus gefährdet. Letztere Einstellung führt gerade für Zugewanderte oder Menschen, die sich in sonst irgendeiner Weise von der Mehrheitsbevölkerung unterscheiden, zu Diskriminierung und Abwertung. Besonders gravierend können diese Erfahrungen dann sein, wenn Menschen aufgrund mehrerer Merkmale diskriminiert werden, bspw. wegen ihrer religiösen Zugehörigkeit, ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts und/oder ihrer sexuellen Orientierung. Im Ergebnis werden häufig auch Zugänge zu wichtigen Gesellschaftsbereichen wie z.B. Wohnen, Bildung, Gesundheit und Arbeit erschwert.
 
Die Diskussionsveranstaltung widmet sich den Herausforderungen von kultureller Diversität im Stadtteil. Dabei soll zunächst geklärt werden, was Diversität bedeutet und welche Auswirkungen diese auf die Menschen und das Zusammenleben am Wohnort hat. Darüber hinaus soll kritisch über gleichstellungspolitische Maßnahmen und „Diversity Management“ diskutiert werden. 

Das Projekt wird im Rahmen des Sächsischen Landesprogramms Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz gefördert.

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